Thomas Gansch: Warum der österreichische Startrompeter die Blasmusik neu definiert

Thomas Gansch hat die Blasmusik revolutioniert, indem er Genre-Grenzen konsequent ignoriert. Der österreichische Startrompeter, geboren am 31. Dezember 1975 in St. Pölten, wuchs in Melk in einer hochmusikalischen Familie auf. Sein einzigartiger Ansatz verbindet Jazz, klassische Musik und Unterhaltung auf eine Weise, die weltweit begeistert. Mit Projekten wie der Thomas Gansch Supergroup, Mnozil Brass und seiner speziell entwickelten Thomas Gansch Trumpet setzt er neue Massstäbe. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Gansch die Blasmusik neu definiert und warum seine musikalische Vielseitigkeit ihn zum internationalen Star gemacht hat.

Von Melk in die Welt: Die musikalischen Wurzeln von Thomas Gansch

Aufwachsen in einer Musikerfamilie

Die Trompete war für mich nie eine Wahl, sondern eine Bestimmung. Mein Vater Johann Gansch arbeitete als Blasmusik-Kapellmeister und Komponist, und als jüngstes Kind einer Musikerfamilie wuchs ich in Melk in einem Umfeld auf, wo Musik nicht Hobby war, sondern Lebensinhalt. Mein Bruder Hans Gansch wurde später Professor für Trompete am Salzburger Mozarteum. Zwei Mal pro Woche fand die Probe der Kapelle direkt bei uns zu Hause statt. Schon als Baby lief ich mit einem Mundstück in der Hand zwischen den Reihen herum und trötetete irgendwie mit.

Den ersten Trompetenunterricht erhielt ich von meinem Vater. Beim Vater Unterricht zu haben ist das Schlimmste, das es gibt. Es gab „Üben unter verschärften Bedingungen“, wie ich es nenne. Mein Vater hatte mir schon als Kind eingebläut: Wenn du gut spielen kannst, hast du immer was zum Fressen. Diese pragmatische Einstellung prägte meine gesamte Herangehensweise an die Musik.

Frühe Prägung durch Blasmusik und Jazz

Gleichzeitig kam ein anderer Einfluss von meiner Mutter. Sie hörte viel Radio Niederösterreich, wo hauptsächlich Schlager liefen, die sie immer mitgesungen hat. Sie hatte eine Erstpressung der ersten Beatles-Platte, weil sie in den 1960er-Jahren als Au-pair-Mädchen in England war. Die zwei Hauptströmungen zu Hause waren also Blasmusik und Schlager. Alles andere war eher verpönt. Für meinen Vater war Rockmusik nur laut und Geschrei.

Das erste prägende Erlebnis hatte ich bei meinem Cousin, als ich zum ersten Mal Queen hörte. Das hat mich völlig umgehauen. Danach kaufte ich mir alle Queen-Platten mit Geld, das ich mir heimlich vom Sparbuch holte, das meine Eltern für mich führten. Das zweite Schlüsselerlebnis hatte ich mit 13, als ich im Fernsehen Dizzy Gillespie sah. Der ORF zeigte damals noch Jazzkonzerte. Ich sah dieses Konzert und wusste sofort: Das will ich machen. Jazz hat mich vom ersten Moment an fasziniert.

Der Weg zum professionellen Trompeter

Bereits mit 15 Jahren begann ich mein Konzertfachstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Nach sechs Jahren im klassischen Bereich wandte ich mich ab 1997 verstärkt dem Jazz zu. Während meines Studiums gründete ich 1992 gemeinsam mit Studienkollegen das Ensemble Mnozil Brass. Ich war damals erst 16 bei der Gründung. Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Gansch

Die Entstehung von Mnozil Brass war keine geplante Karriereentscheidung. Es gab einmal im Monat einen Musikanten-Stammtisch im Gasthaus Josef Mnozil, gegenüber dem Wiener Konservatorium. Es war wie eine Jamsession, nur dass alle Blechbläser vom Land kamen und durch ihr Mitwirken bei Blaskapellen dasselbe Repertoire draufhatten. Jeder konnte aus dem Stand zehn Märsche, zehn Polkas und fünf Walzer spielen. Im Jänner 1993 wurden wir für das Lichtermeer gegen das Ausländervolksbegehren gefragt, ob wir dort spielen könnten. Kurz vor dem Auftritt sollten wir unseren Namen durchgeben. Ich meinte darauf Mnozil Brass.

Von 1998 bis 2006 war ich Mitglied des legendären Vienna Art Orchestra, das ich noch heute als meine „wahre“ Studienzeit bezeichne. Diese Jahre prägten meine musikalische Entwicklung entscheidend und legten den Grundstein für meinen genreübergreifenden Ansatz.

Genre-Grenzen überwinden: Ganschs einzigartiger musikalischer Ansatz

Warum Genre-Definitionen für Gansch keine Rolle spielen

Musik ist für mich eine Einheit, keine Sammlung von Schubladen. „Ich habe für mich nie irgendwelche Grenzen gezogen, weil es nur Musik gibt, die mich interessiert oder die mich nicht interessiert“. Diese Haltung prägt meinen gesamten künstlerischen Ansatz. Ich unterscheide nicht in Volksmusik, Jazz, Schlager oder Klassik. Ganz einfach Musik, die ich an jedem Ort spielen oder erleben kann, im Kleinen genauso wie im Grossen.

Die Frage nach musikalischen Grenzen stelle ich mir nicht. Blasmusik, Jazz, Worldmusic, Pop, Rock – es gibt überhaupt keine Grenzen. Ich habe alle möglichen musikalischen Sachen probiert. Alles, was musikalisch herausfordernd ist, gefällt mir, weil ich grosses Interesse daran habe, Dinge zu können beziehungsweise zu verstehen. Diese Neugier treibt mich an, nicht das Bedürfnis, mich einem bestimmten Genre zuzuordnen.

Von klassischer Musik zu Jazz und Unterhaltung

Der Wendepunkt kam 1997, nach sechs Jahren Klassik. Ich entschloss mich, das Studium zu beenden und wandte mich meiner grossen Liebe, dem Jazz, zu. Diese Entscheidung war keine Abkehr von der Klassik, sondern eine Erweiterung meines musikalischen Horizonts. Meine Wurzeln reichen bis in die alpenländische Volksmusik und die gesamte Geschichte der europäischen Klassik. Dieses profunde Wissen verbinde ich mit einem ausgeprägten Bewusstsein für die Geschichte der populären Musik und des Jazz.

Meine Musik verbindet Elemente des Jazz, der Klassik und der Volksmusik mit unerwarteten Abstechern in die Welt der Filmmusik und der Popkultur des 20. Jahrhunderts. Als vielseitiger Trompeter überschreite ich stilistische Grenzen bewusst und verbinde klassische Blasmusik, Jazz und Unterhaltung zu einem eigenständigen Zugang. Neben meiner instrumentalen Virtuosität wird besonders meine Bühnenpräsenz und mein Humor hervorgehoben.

Die Philosophie hinter seiner Vielseitigkeit

Die geilste Zeit überhaupt war für mich beim Vienna Art Orchestra. Es gibt nichts Schöneres als mit einem Apparat von zwanzig Wahnsinnigen unterwegs zu sein. Dort habe ich sehr viel gelernt, es war mein eigentliches Studium. Das gemeinsam auf Tour sein, zusammen abhängen, miteinander reden und spielen – das ist unbezahlbar. Man kann Musik nicht einfach erlernen. Das ist etwas, was man machen muss. Speziell improvisierte Musik. Da muss man sich einfach zusammenspüren und zusammentun.

Musik ist für mich wesentlich. Die Zeit braucht dringend Orte für Begegnungen, und Musik kann dazu sicherlich einiges beitragen. Sie vermittelt einen übergeordneten Respekt und zeigt eine andere, emotionale Verständigungsform auf. In der heutigen Zeit bietet das einen ausgleichenden Ansatz, denn der Gesellschaft würde auch mehr Gelassenheit in manchen Dingen guttun.

Ich bin ein begnadeter Entertainer und Komponist, der zwar immer den Schalk im Nacken trägt, dabei jedoch niemals die Musik aus den Augen verliert. Seit 1997 spiele ich mit meiner thomas gansch supergroup die Blasmusik, mit welcher ich aufgewachsen bin.

Die Innovation: Das Gansch-Horn und technische Besonderheiten

Entwicklung der speziellen Thomas Gansch Trumpet

2012 entstand aus meinem konkreten Bedürfnis heraus ein Instrument, das es so vorher nicht gab. Gemeinsam mit der Firma Schagerl entwickelte ich das Ganschhorn, eine B-Trompete, die die spielerischen und klanglichen Vorzüge einer Drehventil- mit dem einfacheren Handling einer Perinet-Trompete verbindet. Ich wollte ein Instrument, das beide Welten in sich vereint und gleichzeitig einfach zu handhaben ist.

Die eingebaute Drehventil-Maschine bildet das Herzstück dieser Innovation. Dadurch vereinen sich die kurzen Wege eines Drehventil-Instruments mit dem Handling einer Perinet-Trompete. Die aufgestellten Drehventile bieten einen entscheidenden Vorteil, da sie sich leichter spielen lassen als herkömmliche Drehventiltrompeten. Diese einzigartige Konstruktion ermöglicht ein Handling, das dem einer Perinet-Trompete ähnelt, ohne dabei den charakteristischen Klang einer Drehventiltrompete zu verlieren.

Einhändiges Spiel und akrobatische Freiheit

Ein herausragendes Merkmal des Ganschhorns ist seine Ergonomie. Das Instrument ist so konzipiert, dass es perfekt mit einer Hand bedient werden kann. Dies gibt mir auf der Bühne die grösstmögliche Freiheit und Flexibilität. Die spezielle Form des Ganschhorns ist vom grossen Vorteil, wenn man auf der Bühne steht, spielt und unterhält.

Die aufgebogene Schallbecherform ermöglicht es, den Klang mühelos über das Notenpult hinweg direkt ins Publikum zu projizieren. Dieses nach oben geneigte Schallstück macht nicht nur einen besseren Kontakt zum Publikum oder zum Mikrofon möglich, es macht das Ganschhorn auch zu einem echten Hingucker. Jeder Ton kommt klar und präzise an.

Wie das Ganschhorn seinen Stil ermöglicht

Das Ganschhorn ist das ideale Instrument für alle Allrounder. Ich kann es für alle Musikrichtungen verwenden, egal ob ich in der Big Band, im Symphonie Orchester, mit dem Kammerorchester, im Studio oder mit der Brass Band spiele. Diese Vielseitigkeit war genau das, was ich brauchte.

Das Instrument gibt es in zwei Hauptvarianten:

  • Standard-Variante: Medium-Large Ventilstock mit einem Goldmessing-Schallbecher von 130 Millimetern Durchmesser
  • Heavy-Variante: Heavy Medium Large Ventilstock mit Wahlmöglichkeit zwischen 132 oder 137 Millimetern Schallbecher-Durchmesser

Anlässlich des 60-jährigen Firmenjubiläums wurden 2021 beide Ganschhorn-Modelle einem gründlichen Update unterzogen. Kleine Detailverbesserungen an den Mundrohren wurden vorgenommen, und diese sind jetzt bei allen Hörnern fix eingelötet. Dadurch konnte eine noch stabilere Intonation und präzisere Ansprache in allen Lagen erreicht werden.

Die kurzen Wege der Drehventil-Maschinen ergeben ein angenehmes Perinet-Handling, wodurch sich das Ganschhorn leichter spielen lässt. Es ist ein hervorragendes Instrument auf höchsten Qualitätsstandard.

Musician in a black suit playing a golden trumpet on stage with warm lighting and blurred background figures.

Musikalische Projekte, die Blasmusik neu definieren

Mnozil Brass: Weltweiter Erfolg mit Humor und Können

Was als Wirtshaus-Gaudi begann, entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte globalen Ausmasses. Mnozil Brass verbindet Blechblasmusik, Gesang und humoristische Bühnenshows und tritt weltweit auf, darunter Europa, die USA und Japan. Über drei Jahrzehnte stehen wir mittlerweile gemeinsam auf der Bühne. Unser Septett füllt regelmässig Häuser wie die Royal Albert Hall oder das Wiener Burgtheater bis auf den letzten Platz.

Blasmusik trifft bei uns auf Jazz, Pop, Rock, Oper und Operette, Walzer sowie absurd-kabarettistische Gesangseinlagen. Die Herausforderung bestand darin, anspruchsvolle musikalische Haltungen zu vereinen und gleichzeitig unterhaltsam zu bleiben. Wir haben uns unser Publikum erspielt und sprichwörtlich den Staub der Strasse geschluckt. Harte Arbeit und der ungebrochene Wille, sich nicht verbiegen zu lassen, waren nach unserem Tubisten Wilfried Brandstötter das Erfolgsgeheimnis.

Gansch & Roses und weitere Formationen

Gansch & Roses entstand im Jahr 2000 als eigenes Ensemble, in dem ich als Arrangeur und Komponist in Erscheinung trat. Die Formation verbindet Blasmusik, Jazz und humorvolle Bühnenelemente. Keine Schnulze, kein Pop-Hit ist vor den frechen Arrangements sicher, und das alles mit der Kraft eines feuchtfröhlichen Frühschoppens.

Ich entwickle intellektuell-ironische Arrangements für kleinere und grössere Ensembles. Während ich quer durch die Musikgeschichte düse, finden kaputte Schönheit und liebreizende Derbheit bei mir zu einem homogenen Ganzen. Traditionelle Swing-Beats verbünden sich mit filigraner Melodik. Dabei spielt Humor eine ebenso grosse Rolle wie die Melancholie. Der Sound ist unerhört luftig und doch keinen Ton lang blass.

Schlagertherapie: Das besondere Konzertformat

Die Schlagertherapie vereint virtuoses Instrumentalspiel, feinen Humor und musikalische Empathie. Ziel des Projekts ist es, dem Publikum eine heitere Auszeit zu bieten und die grossen Glanzzeiten des Schlagers mit Augenzwinkern, Charme und musikalischer Präzision neu zu zelebrieren.

Die Formation besteht aus Leonhard Paul und mir, beide langjährige Aushängeschilder von Mnozil Brass. Ergänzt wird das Ensemble durch den Pianisten Michael Hornek, bekannt für sein stilistisches Feingefühl und seine Arbeit mit Formationen wie Klaus Doldingers Passport, Willi Landl oder Maria Bill. Vierter im Bunde ist Sebastian Fuchsberger, ebenfalls ehemaliges Mitglied von Mnozil Brass, der als Sänger und Posaunist das Quartett komplettiert.

Thomas Gansch Supergroup und Blasmusik-Revolution

Die Thomas Gansch Blasmusik Supergroup vereint das Who is who der Blasmusikszene. Mitglieder von Formationen wie den Egerländer Musikanten, Mnozil Brass, da Blechhauf’n, Viera Blech, Federspiel und Kapelle So&So sind ebenso vertreten wie Musiker der Wiener Philharmoniker.

Das Ziel der Supergroup ist es, die Vielfalt und Kraft der Blasmusik zu zeigen, die in den letzten Jahrzehnten eine beeindruckende Renaissance erlebt hat. Mit traditionellen wie modernen Arrangements verkörpert die Supergroup Blasmusik als verbindendes, gesellschaftlich relevantes Medium, weit über reine Partymusik hinaus. Ich möchte damit die Tradition fortführen und gleichzeitig neue Facetten dieser lebendigen Musikrichtung präsentieren.

Internationale Anerkennung und künstlerische Zusammenarbeit

Auftritte mit Jazz-Legenden wie Randy Brecker und Peter Erskine

Mein 50. Lebensjahr 2025 markierte einen besonderen Höhepunkt meiner internationalen Karriere. Im Wiener Konzerthaus fand ein Jubiläumskonzert mit Jazzgrössen statt, die eigentlich Legenden sind: Randy Brecker, James Morrison und Peter Erskine. Für mich bedeutet mit Randy zu spielen „der Sound der Stadt New York“. Das Gansch & Roses Jazzensemble bei dieser Geburtstagsparty vereinte neben diesen Weltstars auch Wolfgang Puschnig, Michael Hornek, Albert Wieder, Florian Trübsbach, Fabian Rucker und Robert Hedemann.

Randy Brecker und Peter Erskine sind Guest Artists an der JAM MUSIC LAB University, wo ich selbst als Professor tätig bin. Diese Verbindungen entstanden nicht über Nacht, sondern entwickelten sich über Jahre intensiver musikalischer Arbeit. Peter Erskine spielte bereits 1974 mit Stan Kenton in Wien. Das erste Stück bei unserem gemeinsamen Auftritt war „Split Lip Shit Twist“, ein Klassiker der Rock-Jazz-Band Blood, Sweat and Tears, die Randy Brecker 1967 mitbegründet hatte.

Kooperationen von Wynton Marsalis bis Patti Smith

Ich komponierte für und spielte mit Wynton Marsalis, einer der prägendsten Figuren des modernen Jazz. Darüber hinaus arbeitete ich mit Patti Smith, Bob Brookmeyer, Don Menza, Jerry Hey Horns und Kurt Ostbahn zusammen. Diese Kooperationen umfassen ausserdem das Vienna Art Orchestra, das Don Ellis Tribute Orchestra und das Jazz at Lincoln Center Orchestra.

Insbesondere zu Wynton Marsalis und Emmet Cohen pflege ich sowohl musikalische als auch freundschaftliche Verbindungen. Ebenso eng ist die Zusammenarbeit mit österreichischen Grössen wie Georg Breinschmid, Alegre Corrêa, Herbert Pixner, dem Janoska Ensemble, Roland Neuwirth, Igudesman & Joo und Maria Bill.

Tourneen in den USA, Japan und weltweit

Meine Auftritte führten mich in knapp 50 Länder. Diese internationale Präsenz erstreckt sich von Europa über die USA bis nach Japan. Neben den zahlreichen Kollaborationen komponiere ich auch für verschiedenste Besetzungen.

Ehrenmitgliedschaft im Wiener Konzerthaus

Im Dezember 2025 ernannte mich die Wiener Konzerthausgesellschaft zum Ehrenmitglied. Intendant Matthias Naske überreichte mir die Urkunde im Rahmen meines 106. Konzerts, der Schlagertherapie IX im Mozart-Saal. Naske würdigte mich als „Musiker mit enormer internationaler Strahlkraft auf Augenhöhe mit den grossen Jazzmusiker:innen der Welt“. Zu den bisherigen Ehrenmitgliedern zählen Mitglieder der Wiener Philharmoniker, Martin Grubinger, Elīna Garanča, Teodor Currentzis und mein grosses Vorbild Wynton Marsalis.

Schlussfolgerung

Thomas Gansch hat die Blasmusik grundsätzlich neu gedacht, nicht durch Rebellion, sondern durch konsequente Grenzüberschreitung. Seine Philosophie ist einfach: Musik ist Musik, ohne Schubladen. Mit dem speziell entwickelten Ganschhorn schuf er ein Instrument, das seine Vielseitigkeit technisch ermöglicht. Projekte wie Mnozil Brass, die Supergroup und Schlagertherapie zeigen, wie Blasmusik gleichzeitig traditionell und innovativ sein kann. Die Ehrenmitgliedschaft im Wiener Konzerthaus und Kooperationen mit Jazz-Legenden wie Wynton Marsalis bestätigen: Gansch hat der Blasmusik internationales Renommee verschafft. Seine Botschaft bleibt klar: Musik verbindet, wenn man sie lässt.

FAQs

Q1. Welches Mundstück verwendet Thomas Gansch für sein Ganschhorn? Thomas Gansch spielt sein speziell entwickeltes Ganschhorn mit einem Bach 3B Megatone Trompetenmundstück. Das Instrument selbst wird vom österreichischen Hersteller Schagerl gefertigt und vereint die klanglichen Vorzüge einer Drehventil-Trompete mit dem einfacheren Handling einer Perinet-Trompete.

Q2. Welche musikalischen Projekte hat Thomas Gansch gegründet? Thomas Gansch ist Gründungsmitglied von Mnozil Brass (seit 1992), hat Gansch & Roses (seit 2000) ins Leben gerufen und leitet die Thomas Gansch Blasmusik Supergroup. Ausserdem ist er Teil der Schlagertherapie, einem Quartett, das Schlager mit virtuosem Instrumentalspiel und Humor neu interpretiert.

Q3. Mit welchen internationalen Jazz-Legenden hat Thomas Gansch zusammengearbeitet? Gansch hat mit zahlreichen Jazz-Grössen musiziert, darunter Wynton Marsalis, Randy Brecker, Peter Erskine, James Morrison, Bob Brookmeyer und Don Menza. Er komponierte für Wynton Marsalis und trat auch mit Patti Smith sowie dem Jazz at Lincoln Center Orchestra auf.

Q4. Was macht das Ganschhorn so besonders? Das Ganschhorn ist eine innovative B-Trompete, die 2012 in Zusammenarbeit mit Schagerl entwickelt wurde. Es kombiniert die kurzen Wege einer Drehventil-Maschine mit dem Handling einer Perinet-Trompete und kann einhändig gespielt werden. Der nach oben geneigte Schallbecher ermöglicht eine direkte Klangprojektion ins Publikum und gibt Gansch maximale Bewegungsfreiheit auf der Bühne.

Q5. Wie definiert Thomas Gansch seinen musikalischen Ansatz? Für Gansch gibt es keine Genre-Grenzen – nur Musik, die ihn interessiert oder nicht interessiert. Er verbindet bewusst Blasmusik, Jazz, Klassik, Volksmusik und Unterhaltung zu einem eigenständigen Stil. Diese Vielseitigkeit wurzelt in seiner Ausbildung in klassischer Musik, seiner Leidenschaft für Jazz und seinen Wurzeln in der alpenländischen Blasmusik.